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Gegen das Vergessen

Jüdische Geschichte in Schmalkalden

Die Geschichte jüdischen Lebens

in Schmalkalden

Schmalkaldens Geschichte beschränkt sich bei weitem nicht nur auf das Gebiet der Reformation oder der Werkzeugherstellung, die Stadt ist auch vom Standpunkt jüdischer Geschichte aus bedeutend. Schmalkalden, eine hessische Exklave, beherbergte bereits im Mittelalter zunächst nur einzelne jüdische Familien, später sogar eine der wenigen jüdischen Gemeinden in ganz Thüringen. Die Zeugnisse jüdischen Lebens finden sich noch heute an vielen Orten im Stadtgebiet. Der 1897/98 angelegte jüdische Friedhof Eichelbach, die ehemalige jüdische Schule in der Näherstiller Straße 3 mit der dahinterstehenden uralten Eiche, die noch auf den alten jüdischen Friedhof hindeutet, sowie „Steine des Gedenkens“ vor den Häusern, die an die während der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten jüdischen Einwohner erinnern.  

Mittelalterliche Mikwe

Im Zuge von archäologischen Untersuchungen wurde im Jahr 2015 eine Kellermikwe, ein jüdisches Ritualbad zur spirituellen Reinigung der Gläubigen, aus dem 16./17. Jahrhundert direkt in der Schmalkalder Innenstadt, der Hoffnung 38, gefunden. Nur unweit des Standortes der 1938 zerstörten Synagoge fand man einen Gewölbekeller mit Tauchbad, welches durch Grundwasser gespeist wird. Der Erhaltungszustand der Anlage ist außergewöhnlich gut und konnte daher für Besichtigungen im Rahmen von Führungen zugänglich gemacht werden. Weitere Informationen sowie alle Angebote zu diesem Thema finden Sie auf unserer Internetseite.

Steine des Gedenkens

In einer Informationsschrift der Vereinigung "Würzbuger Stolpersteine heißt es: "Jeder Stein erinnert an einen Menschen. Jeder Stein ehrt ein Opfer. Jeder Stein ist uns Mahnung." Mit diesen Steinen sind gewöhnlich die bekannten Stolpersteine gemeint, die seit 1996 in zahlreichen deutschen Städten und im Ausland immer wieder verlegt wurden aber auch jene, die in Eigeninitiative der Kommunen zum Gedenken an die jüdischen und weiteren Opfern des deutschen Nationalsozialismus gesetzt werden. In Schmalkalden erhielten sie die Bezeichnung "Steine des Gedenkens". Um das Andenken an die vom Holocaust betroffenen jüdischen BürgerInnen zu ehren, bewahren und lebendig zu halten, wurden zwischen den Jahren 2009 und 2016 an ihren Wohn- und Wirkungsstätten 34 Steine des Gedenkens gesetzt. 

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